Rund um den Internationalen Frauentag am 8. März wird durch Ausstellungen, Lesungen, Aktionen und Workshops auf die Situation und die Rechte von Frauen und Mädchen weltweit aufmerksam gemacht. Bis zum 9. April laden Vereine, Verbände und Fraueninitiativen zu einem vielfältigen Programm ein.

Freitag, 14. Februar – Mittwoch, 18. März
„Mit dem Malstift gegen die geraubte Kindheit“
Bilderausstellung über Früh- und Zwangsverheiratung – Ausstellung von Terre des Femmes

Unter dem Motto „Kinderbräute NEIN!“ veranstaltet YAKA-KOOP, Partnerorganisation von TERRE DES FEMMES, jedes Jahr einen Malwettbewerb an Schulen im südosttürkischen Van – einer Region, in der ca. 40% der Mädchen minderjährig verheiratet werden. Eine Jury wählt die Gewinnerbilder aus und plakatiert sie an belebten Orten in Van. So entwickelt die Bevölkerung ein Bewusstsein dafür, dass Früh- und Zwangsverheiratung eine Menschenrechtsverletzung ist. Gezeigt werden 20 Kunstwerke von SchülerInnen zwischen 13 und 23 Jahren.
Volksbad Buckau c/o Frauenzentrum Courage, Karl-Schmidt-Str. 56, 39104 Magdeburg

Montag, 10. Februar – Sonntag, 8. März
„Fan tastic females“
Ausstellung über die weibliche Vielfalt der Fußballfans in Europa
Es werden 78 Video-Porträts von Fanfrauen aus 21 verschiedenen Ländern gezeigt. Vom 18-jährigen Ultra aus Spanien, bis zur 93-jährigen Dauerkartenbesitzerin aus Schottland könnten diese Frauen unterschiedlicher nicht sein, doch verbindet sie eins: die Liebe zum Spiel.
Zur Besichtigung sollten Kopfhörer und das Smartphone mitgebracht werden. Es bietet sich an, vorab einen QR-Code-Scanner herunterzuladen.
Jugendherberge Magdeburg, Leiterstraße 10, 39104 Magdeburg

Bis Sonnabend, 14. März
„Die Tänzerin von Auschwitz“
Ausstellung
Die Jüdin Roosje Glaser, die aus Kleve stammte, führte in den 1930er und 1940er Jahren trotz nationalsozialistischer Verfolgung in Herzogenbusch in den Niederlanden eine berühmte Tanzschule. Als ihr Mann sie verriet, wurde die emanzipierte und temperamentvolle Frau in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Auch dort begann sie zu tanzen und legte damit den Grundstein für ihr Überleben. Ihr Neffe Paul Glaser, geboren 1947 in Maastricht, stieß erst 1987 auf die Geschichte seiner Tante. Er besuchte sie zwei Mal in ihrer neuen Heimat Schweden und setzte aus ihren Tagebüchern und Briefen ihre Biografie zusammen. Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichte in mehreren aufwendig und anschaulich aufgearbeiteten Stationen anhand von Fotos, Filmausschnitten, Texten und persönlichen Gegenständen. Die Schau, die vom Museum „Erinnerungszentrum Lager Vught“ erstellt wurde, ist bereits in ähnlicher Form in den Niederlanden sowie in Osnabrück gezeigt worden. Paul Glaser hat sie ins Deutsche übersetzen lassen und neu konzipiert.
Stadtbibliothek Magdebur, Breiter Weg 109, 39104 Magdeburg

Mittwoch, 4. März, 19.30 Uhr
Ein musikalisch-erzählerischer Abend mit Carina Hansen alias DJ Carina über die Gruppe Rosenstolz
Eintritt 12 Euro
„Querstyle“, Breiter Weg 214, 39104 Magdeburg

Sonnabend, 7. März, 15 – 19 Uhr
Solidarität unter Frauen – eine Veranstaltung der afghanischen Frauencommunity anlässlich des Internationalen Frauentags
Die „Afghanischen Frauen in Magdeburg (AFIMA e. V.)“ und das „Interkulturelles Frauennetzwerk in Sachsen-Anhalt (IFNIS e. V.)“ möchten sich mit der Veranstaltung bei allen couragierten und engagierten Frauen für ihre sehr wichtige Arbeit bedanken.
einewelthaus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg

Sonnabend, 7. März, 19.30. – 22.30 Uhr
Interkulturelle Frauentagsparty mit den DJANES JU & ZOIA
Weiteren Infos unter www.agsa.de
einewelthaus, Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg

Ab Freitag, 8. März,  17 Uhr
Start der Filmreihe„Mutige Frauen weltweit“
„Emma“ die brilliante engl. Verfilmung über die kluge Emma Woodhaouse von Jane Austen
„Für Sama“ Ein Liebesbrief der jungen Mutter Waad an ihre Tochter Sama über das Leben in Aleppo
„In Search“ Eine Reise zur Weiblichkeit für eine junge Frau aus Kenia
„Die perfekte Kandidatin“ Die Ärztin Maryam erlebt in Saudi-Arabien das Leben als engagierte Kommunalpolitikerin in einer Männerwelt
„Joan Seberg“ über die berühmte US-amerikanische Schauspielerin und ihr Engagement für die Bürgerrechtsbewegung Black Panthers
Weitere Informationen unter www.moritzhof-magdeburg.de
Kulturzentrum Moritzhof, Moritzplatz 1, 39124 Magdeburg

Sonntag, 8. März, 11 – 13 Uhr
Diskussionsforum „Alles rund?!“
Frauenpolitik und Frauen in der Politik in der Landeshauptstadt Magdeburg
…mit gemeinsamen kleinem Frauentagsimbiss
Theatercafé, Schauspielhaus, Otto-von-Guericke-Straße, 39104 Magdeburg

Dienstag, 10. März, 19 Uhr
„Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday und die Erfindung der Erinnerung“
Lesung mit Tanja Lange
Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin mit Hang zum Orientalischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den „Direktor des englischen Kinos“. Dieser Satz entzündet Lindas Phantasie…
Eintritt 7 Euro
Literaturhaus Magdeburg e.V., Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg

Donnerstag, 12. März, 13.30 – 16.30 Uhr
Empfang der Landeshauptstadt Magdeburg anlässlich des Internationalen Frauentages
mit musikalischem Programm des Opernhausensemble und Statements zur Gleichstellungsarbeit in Magdeburg
(Anmeldung im Gleichstellungsamt bis 03.03.2020, Natalie.Schoof@stadt.magdeburg.de)
Opernhaus Magdeburg,  Universitätsplatz 9,  39104 Magdeburg

Donnerstag, 12. März, 19.30 Uhr
„Die unerlässliche Bedingung des Glücks“
Lesung mit Renate Feyl
Der neue Roman von Renate Feyl handelt von dem spektakulärsten Scheidungsprozess des 19. Jahrhunderts, von Liebe und Verrat, von Revolution und den Anfängen der Sozialdemokratie.
Eintritt 5 Euro / 7 Euro
Volksbad Buckau c/o Frauenzentrum Courage, Karl-Schmidt- Straße 56, 39104 Magdeburg

Sonntag, 29. März, 18 Uhr
„Von Müttern und anderen Heldinnen. Teil 2“
Erzählprojekt Fabulartistika
Was bedeutet es eigentlich „und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ – Sind Eltern wirklich immer so glücklich? Wollen Prinzessinnen immer nur Königin und Mutter sein? Und wenn die Prinzessin gerettet ist, wo sucht eigentlich der Drache Trost? An diesem Abend werden Märchen und Geschichten erzählt, von tapferen Frauen, pfiffigen Kriegerinnen und heldenhaften Abenteuern. Musikalische Klänge, ausgesuchte Mitmachaktion und eine kleine Überraschung erwartet die Zuschauer*innen.
Eintritt 5 Euro
Volksbad Buckau c/o Frauenzentrum Courage, Karl-Schmidt- Straße 56, 39104 Magdeburg

Donnerstag, 9. April, 19 Uhr
„Warum feministisches Streiten so schwierig ist“
Vortrag und Diskussion mit Koschka Linkerhand
Die Zeiten werden dunkler. Global breiten sich faschistische und fundamentalistische Bewegungen aus, die nicht zuletzt von ihrer Frauenfeindlichkeit zusammengehalten werden. Der wieder aufflammende Kampf gegen das Recht auf Abtreibung ist nur ein Beispiel für die politischen Kampffelder, die sich daraus für Feminist*innen ergeben. Dennoch ist es nicht leichter geworden, gemeinsam produktiv über feministische Analysen und Aktionsformen zu streiten und Formen der solidarischen Zusammenarbeit zu finden. Koschka Linkerhand, Herausgeberin des Sammelbandes Feministisch streiten, geht der Frage nach, warum Streit unter Feminist*innen ein so schwieriges Thema ist, und möchte diskutieren, wie wir ihn dennoch bewerkstelligen können.
CampusTheater, Johann-Gottlob-Nathusius-Ring 5, 39106 Magdeburg

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Weitere Informationen zu den Frauenaktionstagen auch unter www.frauen-magdeburg.de

Kontakt: Amt für Gleichstellungsfragen der Landeshauptstadt Magdeburg, Heike Ponitka, Alter Markt 6, Tel. 0391/ 540 2316, E Mail: ponitka@stadt.magdeburg.de

Veranstaltungen von Vereinen und Projekten in Kooperation mit der Landeshauptstadt Magdeburg, Amt für Gleichstellungsfragen und dem Politischen Runden Tisch der Frauen Magdeburg